Romrod. Beförderungen und der Rückblick auf ein ereignisreiches Jahr standen am 7. Januar im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Romrod. Der Feuerwehrverein konnte im vergangenen Jahr neunzehn Beitritte verzeichnen und zählt nun 265 Mitglieder.

 

Zahlreiche Aktivitäten resümierte der Vorsitzende Reinhold Weitzel in seinem Jahresbericht. Dazu zählten eine Kranzniederlegung am Volkstrauertag, der bekannte Bratwurststand am Weihnachtsmarkt, eine Sammelaktion für ausgediente Weihnachtsbäume, eine traditionelle Wanderung an Himmelfahrt und ein Tagesausflug nach Dortmund. Laut seinen Schilderungen zeigte der Verein besonderen Arbeitseinsatz bei der Pflege der Feuerwache und der Feuerwehrfahrzeuge der Stadt Romrod. So wurde unter anderem die Küche der Feuerwehrunterkunft renoviert, das zugehörige Inventar konnte durch zwei Bingo-Abende angeschafft werden. Wie der Vorsitzende informierte, stehen nun 48 Kaffee- und Essgeschirr mit Besteck zur Verfügung. Auf dem Romröder Schlossfest engagierten sich die Feuerwehrleute mit einem Aktionsstand zur Beratung rund um Rauchwarnmelder und boten für Kinder eine Bastelmöglichkeit an. Für den Kreisfeuerwehrverband wurde eine Delegiertenversammlung im Bürgerhaus ausgerichtet. Mit fünf Schauspielern beteiligte sich der Feuerwehrverein am Theaterstück „So ist das wirkliche Leben in Romrod“, am Sankt-Martins-Umzug des Kindergartens half der Verein ebenfalls mit. Nach wie vor bemüht sich der Feuerwehrverein um eine Ersatzbeschaffung für den 25 Jahre alten Mannschaftstransportwagen. „Wir konnten schon zahlreiche Spenden entgegen nehmen, das hat uns sehr gefreut“, schilderte der Vorsitzende. Dennoch sei die Finanzierung für ein neues Fahrzeug noch nicht gänzlich abgeschlossen. „Es werden noch Sponsoren gesucht“, so Weitzel. Großen Dank richtete der Vorsitzende an eine ortsansässige Metzgerei, die den Feuerwehrverein im vergangenen Jahr mehrfach unterstützte. Für die bevorstehende Sammlung von Weihnachtsbäumen warb Weitzel: „Stellt die Bäume raus, die Kinder freuen sich schon jetzt auf das Sammeln“.

Wehrführer Heiko Heilbronn berichtete von 19 Alarmierungen im vergangenen Jahr, bei denen die Feuerwehrleute 362 Stunden im Einsatz waren. Die Alarme gliederten sich in fünfzehn technische Hilfeleistungen und vier Brände. Verkehrsunfälle und eine lange Unwetternacht zählten zu den schwerwiegendsten Einsätzen. Bei 25 Trainingsveranstaltungen wurden von den freiwilligen Brandschützern 348 Übungsstunden geleistet. Zusätzlich engagierten sich die Frauen und Männer der Feuerwehr Romrod in 78 Stunden bei Reinigungsdiensten für Fahrzeuge und die Unterkunft. Die Einsatzabteilung verfügt nach wie vor über 35 Kräfte, die sich im vergangenen Jahr auf Kreisebene und an der Hessischen Landesfeuerwehrschule weiterbildeten. So absolvierten die Feuerwehrleute Lehrgänge zum Truppführer, Gruppenführer und Zugführer. Dank sprach Heilbronn dem Feuerwehrverein und den zahlreichen Spendern für die Beschaffung eines neuen Mannschaftsbusses aus, auch wenn das Projekt noch nicht abgeschlossen sei. Einen großen Dank richtete der Wehrführer an den Verein für die Finanzierung von Ausrüstungsgegenständen, den er in gleichen Form an die Stadt Romrod für die Investitionen insbesondere bei der Bewältigung von Einsätzen bei Verkehrsunfällen und Unwettern wiederholte. Wie er abschließend sagte, seien die Beschaffung eines Tanklöschfahrzeuges sowie eines neuen Mannschaftstransportwagens nötig.

Jugendfeuerwehrwart Stefan Bing berichtete von sechs Mädchen und Jungen in der Nachwuchsabteilung der Feuerwehr Romrod. Im vergangenen Jahr wurden 72 Stunden feuerwehrtechnische Ausbildung mit der Jugend unternommen. Dank richtete Bing an den Feuerwehrverein für die Anschaffung von zehn Wetterjacken. Neben den regelmäßig montags stattfindenden Übungsstunden wurde eine Weihnachtsbaumsammlung durchgeführt und eine Weihnachtsfeier abgehalten. Derzeit arbeiten die jungen Brandschützer an der Erstellung eines Werbeflyers. Willy Eifert, der Leiter der Ehren- und Altersabteilung, blickte in seinem Jahresbericht auf einige Unternehmungen zurück. So wurde mit dem Kreisfeuerwehrverband eine Fahrt zur Burg Greifenstein unternommen und ein Sommerfest in Gemünden besucht. Ein Holzwerk nahe Lauterbach besuchten die Mitglieder der Romröder Ehren- und Altersabteilung ebenfalls. Eifert danke zum Abschluss seiner Rede besonders für das Engagement in der Jugendarbeit der Feuerwehr Romrod. Kassenverwalter Gert Volp informierte, dass die Jugendfeuerwehr und die Einsatzabteilung mit über 2900 Euro vom Feuerwehrverein unterstützt wurden.

Bürgermeisterin Dr. Birgit Richtberg fokussierte in ihrer Rede das beständige Engagement der Romröder Feuerwehrleute. Sie hoffte, dass der Elan für die Feuerwehrarbeit in Romrod so bleibt. Sie dankte dazu dem Verein der Feuerwehr für die Schaffung eines Gemeinschaftsgefühls, insbesondere bei der Jugendfeuerwehr. Für die Einsatzabteilung kündigte sie die Beschaffung eines neuen Einsatzfahrzeuges im Jahr 2017 an, dann soll es auch Veränderungen an der Unterkunft der Feuerwehr geben. „Die Bevölkerung kann sich auf die Feuerwehr verlassen“, so ihr Credo zur Einsatzbereitschaft der Brandschützer. Von einer großen Bereitschaft sprach die Rathauschefin bei dem Engagement der Feuerwehrleute in der Flüchtlingshilfe.

Stadtbrandinspektor Oliver Rabe hob in seiner Ansprache hervor, dass die Feuerwehr Romrod im vergangenen Jahr sechzehn Menschen bei ihren Einsätzen rettete. Zwei Verkehrsunfälle mit Bussen hätten zu wohl außergewöhnlichen Situationen geführt. Von sehr vielen Einsatzstunden sprach der Stadtbrandinspektor im Hinblick auf die Flüchtlingshilfe. Wie er informierte, wurde kürzlich eine ortsfeste Einsatzeinrichtung im Rathaus von Romrod installiert. Die Romröder DRK-Bereitschaftsleiterin Christina Kratz sprach in ihrem Grußwort von einem aufregendem Jahr für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte in Romrod, dass jedoch mit Bravour gemeistert wurde.

Die Beförderung vom Anwärter zum Feuerwehrmann erhielt Manuel Vierneusel. Die Feuerwehrmänner Jörg Weitzel und Volker Schwenzfeier wurden zu Oberfeuerwehrmännern befördert, während Anna-Lena Korell zur Hauptfeuerwehrfrau befördert wurde. Philipp Weitzel erhielt die Beförderung zum Oberlöschmeister. Mit einer Einsatzmedaille vom Bundesminister des Innern wurden Franz Krautwurst und Philipp Weitzel für ihre Fluthilfe geehrt. In das Amt der Kassenprüfer wurden Horst Blaschko und Jörg Weitzel gehoben, während Heiko Heilbronn, Thomas Perleth und Volker Schwenzfeier zu Delegierten für den Kreisfeuerwehrverbandstag auserwählt wurden.

Am kommenden Samstag, 16. Januar, sammelt die Jugendfeuerwehr in Romrod ausgediente Weihnachtsbäume ein. Am 5. Mai findet die traditionelle Wanderung der Feuerwehr statt, am 10. Juli findet der zweit Romröder Sicherheitstag statt und am 8. Januar 2017 die nächste Jahreshauptversammlung.