Romrod. Das Ablöschen eines Brandes wurde am 1. Juli von der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Romrod in einem Waldstück der Wüstung Merschrod trainiert. Zur Bekämpfung der fiktiven Flammen pumpten die Feuerwehrleute auch Löschwasser aus dem Merschenröder Teich ab. Nach Rücksprache mit dem zuständigen Forstamt wurden pro Minute bis zu 800 Liter Wasser entnommen.

Für die Wasserförderung kam das 29 Jahre alte Löschgruppenfahrzeug der Stadt Romrod zum Einsatz, welches noch für den regulären Brandschutz vorgehalten wird. Wie ein Feuerwehrsprecher informierte, erfordert die Fahrzeugtechnik insbesondere bei jüngeren Feuerwehrleuten immer wieder viel Ausbildungszeit. „Die Technik stammt aus dem Jahr 1992, zu jener Zeit ging in Deutschland das erste Mobilfunknetz in Betrieb, der VW Golf 3 wurde Auto des Jahres und Microsoft brachte sein Betriebssystem 3.1 auf den Markt“, so der Feuerwehrsprecher zum Vergleich.

Unter der Ausbildungsleitung von Bernd Schmidt widmeten sich die Feuerwehrleute insbesondere auch der Dienstvorschrift für solche Löscheinsätze. So wurde unter anderem die Fingerfertigkeit für die Knoten Zimmermannsschlag, Mastwurf und Spierenstich zur Sicherung von Saugleitungen gefestigt.

Unterstützt wurde die erste Romröder Feuerwehrübung nach den Corona-Pandemiebeschränkungen vom örtlichen Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr, der den ehrenamtlichen Brandschützern Getränke und Snacks zur Verfügung stellte.