Romrod. Ein in Flammen stehender Lastwagen stellte am Donnerstagabend das Szenario einer Übung der Freiwilligen Feuerwehr in Romrod dar. Das Unglück mit dem tonnenschweren Lkw wurde im Bereich der Anlieferung des örtlichen Einkaufsmarktes dargestellt. Laut Feuerwehrangaben wurde nicht nur die Brandbekämpfung, sondern auch die Menschenrettung trainiert.

„Den Feuerwehrleuten wurde bei dem Training einiges abverlangt“, so Übungsleiter Volker Schwenzfeier. Wie er schilderte, mussten aus dem Führerhaus gleich zwei bewusstlose Fahrer gerettet werden. Aufgrund der Lastwagenhöhe war der Einsatz einer sogenannten Rettungsplattform nötig. Das gerüstähnliche Einsatzmittel erleichterte den mit Atemschutzgeräten ausgestatteten Übungsteilnehmern das Vorgehen erheblich. „Für Unfälle mit Lastwagen, insbesondere auf der Bundesstraße 49, ist die Rettungsplattform ein unentbehrliches Einsatzmittel“, erläuterte die Übungsleitung.

Während die Fahrer über die Rettungsplattform in Sicherheit gebracht wurden, löschte ein weiterer Feuerwehrtrupp den Brand am Lastwagen ab. Die beiden zur Brandbekämpfung vorgehenden Feuerwehrleute Lukas Ziegler und Stefan Bing rüsteten sich dazu mit Atemschutzgeräten aus. Das nötige Löschwasser für ihr Strahlrohr lieferten die Tanks der Einsatzfahrzeuge, sodass keine Versorgung über einen Hydranten aufgebaut werden musste.

Sehr erfreut zeigten sich die Feuerwehrleute von der Unterstützung gleich dreier ortsansässiger Gewerbebetriebe für die Übung. Wie sie schilderten, wurden der Übungsort am Einkaufsmarkt und der Lastwagen eines örtlichen Metallbauunternehmens sofort zur Verfügung gestellt. Der Metallbau-Inhaber Herbert Krug dankte den Feuerwehrleuten für ihr Bestreben zum Schutz der Schlossstadt. „Wir unterstützen solch ein Engagement mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln gerne“, so Krug. Der Marktinhaber Timo Scharmann dankte den Feuerwehrleuten aus dem Urlaub für ihr Engagement. Als kleines Zeichen der Dankbarkeit stellte er Getränke zur Verfügung, die von einer Ladung Speiseeis aus dem Lager eines ansässigen Tiefkühl-Heimservices ergänzt wurden.