Großeinsatz in Romrod: Gasaustritt aus Gastank sorgt für Evakuierung
Ein ungewöhnlicher Einsatz beschäftigte die Feuerwehren der Stadt Romrod am 6. Oktober 2026 über mehrere Stunden. Nach einem Gasaustritt aus einem Gastank mussten Straßen gesperrt und ein Bereich vorsorglich evakuiert werden. Rund 75 Kräfte und weitere Be
Am 6. Oktober 2026 wurden die Feuerwehren der Stadt Romrod mit dem Einsatzstichwort H GAS 2 zu einer Baustelle alarmiert. Das Einsatzstichwort steht für einen Hilfeleistungseinsatz bei einer Gasausströmung beziehungsweise einem entsprechenden Gefahrstoffereignis.
Auf der Baustelle hatten Bauarbeiter versucht, einen Gastank zu öffnen. Nach ihren Angaben waren sie davon ausgegangen, dass der Tank bereits in der vergangenen Woche durch eine Fachfirma geleert worden war. Beim Öffnen stellten sie jedoch ein deutliches Zischen und starken Gasgeruch fest. Daraufhin setzten sie umgehend einen Notruf ab.
Gasaustritt vor Ort bestätigt
Nach dem Eintreffen der Feuerwehr bestätigten sich die Schilderungen. Aufgrund der besonderen Lage und des weiterhin austretenden Gases wurden weitere Kräfte zur Unterstützung angefordert.
Neben den Feuerwehren der Stadt Romrod waren unter anderem die Feuerwehr Alsfeld, die Feuerwehr Schotten mit einem Erkundungsfahrzeug sowie die Feuerwehr Herbstein mit einem speziellen Pulverlöschgerät im Einsatz. Dieses Gerät ist vom Vogelsbergkreis für entsprechende Einsatzlagen in Herbstein stationiert.
Nach der Erkundung gingen zwei Feuerwehrangehörige unter Atemschutz in den Gefahrenbereich vor. Der Gastank wurde wieder verschlossen. Anschließend wurden Kontrollen durchgeführt, um sicherzustellen, dass kein weiteres Gas austrat.
Bereich vorsorglich evakuiert
Während der Maßnahmen wurden die Straßen rund um die Einsatzstelle für den Verkehr gesperrt. Nach Abstimmung mit der Polizei wurde außerdem entschieden, den betroffenen Bereich vorsorglich zu evakuieren.
Für die betroffenen Bürgerinnen und Bürger wurde im Bürgerhaus eine Unterkunft eingerichtet. Dort konnten sie sich während der Einsatzmaßnahmen aufhalten.
Auch Bürgermeister Hauke Schmehl verschaffte sich an der Einsatzstelle einen Überblick über die Lage und kümmerte sich anschließend insbesondere um die betroffenen Bürgerinnen und Bürger.
Rund 75 Kräfte und weitere Beteiligte im Einsatz
Insgesamt waren rund 75 Kräfte und weitere Beteiligte in den Einsatz eingebunden. Neben den Feuerwehren waren das Deutsche Rote Kreuz mit einem Rettungswagen, zwei Streifen der Polizei, der stellvertretende Kreisbrandinspektor, Bürgermeister Hauke Schmehl sowie Mitarbeitende der Stadt Romrod vor Ort.
Die Mitarbeitenden der Stadt unterstützten unter anderem bei der Versorgung der evakuierten Bürgerinnen und Bürger sowie der eingesetzten Kräfte.
Nach rund vier Stunden konnten die Maßnahmen beendet werden. Verletzt wurde niemand.
Einsatzleiter Volker Schwenzfeier sprach im Anschluss von einer nicht alltäglichen und entsprechend anspruchsvollen Lage für die Brandschützer aus der Schlossstadt:
„Dass ich einmal einen Bereich im Kern unserer Stadt evakuieren lassen muss, hätte ich so auch nicht erwartet. Umso zufriedener können wir heute nach Hause gehen. Es ist niemandem etwas passiert und wir konnten einen größeren Gasaustritt verhindern. Die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten hat wieder hervorragend funktioniert. Gerade für einen Dienstagvormittag waren wir auch personell sehr gut aufgestellt.“
Die Feuerwehren der Stadt Romrod bedanken sich bei allen unterstützenden Feuerwehren und Organisationen für die gute Zusammenarbeit, bei den eigenen Feuerwehrangehörigen für ihren Einsatz sowie bei den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern für ihr Verständnis während der Sperrungen und der Evakuierung.