Erneuter Waldbrand fordert Einsatzkräfte bis in die Morgenstunden
Nur wenige Stunden nach dem ersten Waldbrand wurden die Feuerwehren der Stadt Romrod erneut in den Bereich zwischen Romrod und Alsfeld alarmiert. Wieder brannte es nahezu an gleicher Stelle. Der Einsatz dauerte bis in die Morgenstunden.
Romrod. Nur wenige Stunden nach dem ersten Waldbrand wurden die Feuerwehren der Stadt Romrod erneut in den Bereich zwischen Romrod und Alsfeld alarmiert. Wieder brannte es nahezu an gleicher Stelle. Für die Einsatzkräfte entwickelte sich daraus ein umfangreicher und lang andauernder Einsatz, der bis in die Morgenstunden andauerte.
Alle Feuerwehren der Stadt Romrod waren im Einsatz. Unterstützt wurden sie durch zahlreiche Kräfte aus dem gesamten Kreisgebiet und darüber hinaus. Mit vor Ort waren unter anderem die Feuerwehren Alsfeld, Mücke, Schwalmtal, Ulrichstein, Lauterbach und Grünberg. Die Feuerwehren Kirtorf und Grebenau unterstützten jeweils mit einem Katastrophenschutzzug. Die Feuerwehr Alsfeld war zusätzlich mit dem Einsatzleitwagen 1 und dem Gerätewagen Licht eingebunden.
Ebenfalls im Einsatz waren Kreisbrandinspektor Marcell Büttner, zwei Kreisbrandmeister, der Einsatzleitwagen 2 des Landkreises sowie das DRK mit Drohnenstaffel und Betreuungszug. Auch die Polizei war vor Ort. Die B49 musste für über sieben Stunden voll gesperrt werden.
Die Lage war für die Einsatzkräfte besonders anspruchsvoll. Bereits am Nachmittag waren viele Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner an nahezu gleicher Stelle im Einsatz gewesen. Am Abend mussten zahlreiche Kräfte erneut ausrücken. Ein Teil der Einsatzkräfte blieb bis in die Morgenstunden an der Einsatzstelle, um Nachlöscharbeiten durchzuführen und zu verhindern, dass sich das Feuer erneut ausbreitet.
Bürgermeister Hauke Schmehl machte sich vor Ort selbst ein Bild der Lage und sprach persönlich mit den Einsatzkräften.
Einsatzleiter und Stadtbrandinspektor Björn Müller bezeichnete die Lage als besondere Herausforderung für die Feuerwehren der Schlossstadt: „Zum zweiten Mal innerhalb weniger Stunden mussten wir an dieser Stelle tätig werden. Das kostet personelle Ressourcen und fordert auch unser Material erheblich. Umso wichtiger ist es, dass die Zusammenarbeit mit allen eingesetzten Kräften zuverlässig funktioniert.“
Auch nach dem eigentlichen Löscheinsatz ist die Arbeit für die Feuerwehr nicht beendet. Bei Waldbränden können sich Glutnester im Boden, unter Laub oder an Wurzeln halten und später wieder aufflammen. Deshalb sind intensive Kontrollen und Nacharbeiten notwendig. Diese werden sich auch nach diesem Einsatz noch über mehrere Tage erstrecken.
Ein besonderer Dank gilt allen Einsatzkräften, die nach nur kurzer Ruhepause erneut ausgerückt sind und über viele Stunden gearbeitet haben. Ebenso gilt der Dank den Angehörigen der Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner. Gerade an einem Feiertag bedeutet ein solcher Einsatz, dass Familien spontan auf gemeinsame Zeit verzichten müssen. In diesem Fall betraf das nicht nur Romrod, sondern Einsatzkräfte aus dem ganzen Kreisgebiet und darüber hinaus.
Zur Brandursache kann die Feuerwehr keine Angaben machen. Die Polizei war vor Ort und hat die Ermittlungen aufgenommen.