Freiwillige Feuerwehr Romrod e.V. info@feuerwehr-romrod.de 112

Mit Funk, Karte und guter Orientierung entlang der A5

07.05.2026 Feuerwehrleben

Beim Übungsabend am 7. Mai 2026 trainierten die Feuerwehren der Stadt Romrod Funk, Orientierung und Kartenkunde im Bereich der A5. Rund 40 Einsatzkräfte aus vier Einsatzabteilungen erkundeten mit sieben Einsatzfahrzeugen mögliche Zufahrten und Zugangspunkte entlang der Autobahn.

Romrod. Beim Übungsabend der Feuerwehren der Stadt Romrod stand am Donnerstag, 7. Mai 2026, nicht der klassische Löschangriff im Mittelpunkt, sondern Funk, Orientierung und Kartenkunde. Geübt wurde im Bereich der Autobahn 5. Ziel war es, mögliche Zufahrten und Zugangspunkte entlang der Autobahn im Stadtgebiet Romrod zu erkunden und praktisch zu bewerten.

Die A5 verläuft im Stadtgebiet von Romrod mit wenigen Ausnahmen durch Waldgebiet. Gerade deshalb ist es für die Feuerwehr wichtig, diese Bereiche gut zu kennen. Bei Verkehrsunfällen, Fahrzeugbränden oder Waldbränden zählt im Ernstfall jede Minute. Dann muss klar sein, welche Wege befahrbar sind, welche Unterführungen genutzt werden können und wie Einsatzkräfte möglichst schnell und sicher an die betroffenen Bereiche gelangen.

An der Übung nahmen vier der fünf Einsatzabteilungen der Stadt Romrod teil. Eine Einsatzabteilung konnte wegen einer Terminüberschneidung leider nicht dabei sein. Insgesamt waren rund 40 Einsatzkräfte mit sieben Einsatzfahrzeugen unterwegs. Übungsleiter war der 2. stellvertretende Stadtbrandinspektor Volker Schwenzfeier.

Zu Beginn wurden am Feuerwehrgerätehaus in Romrod noch einmal die Grundlagen des Digitalfunks besprochen. Dabei ging es unter anderem darum, warum es im Feuerwehrfunk verschiedene Betriebsgruppen gibt, also getrennte Funkbereiche für unterschiedliche Einsatzlagen und Organisationen. Auch die Statusmeldungen wurden erklärt. Mit einem Status können Einsatzfahrzeuge der Leitstelle kurze Rückmeldungen geben, zum Beispiel dass sie ausgerückt, an der Einsatzstelle angekommen oder wieder einsatzbereit sind. Das spart Zeit und hält den Funkkanal frei für wichtige Meldungen. Außerdem wurde besprochen, welche Funkgeräte bei der Feuerwehr Romrod genutzt werden, von den fest eingebauten Fahrzeugfunkgeräten bis zu den tragbaren Handsprechfunkgeräten für die Einsatzkräfte.

Nach der Einweisung wurden die einzelnen Abschnitte verteilt. Anschließend erkundeten die Fahrzeuge gleichzeitig verschiedene Bereiche entlang der A5. Die Besatzungen prüften, welche Wege tatsächlich befahrbar sind, wo ein Zugang zur Autobahn möglich ist und welche Besonderheiten vor Ort zu beachten sind.

Besonders spannend war dabei auch die Frage, welche Einsatzfahrzeuge durch die verschiedenen Unterführungen passen, die unter der Autobahn hindurchführen. Gerade bei Einsätzen an oder neben der Autobahn kann es entscheidend sein, nicht nur den kürzesten Weg zu kennen, sondern auch zu wissen, welche Zufahrt mit welchem Fahrzeug überhaupt sicher möglich ist.

Die Rückmeldungen wurden per Digitalfunk an den Funkraum im Gerätehaus Romrod übermittelt und dort gesammelt. Gleichzeitig wurden die erfassten Punkte mit UTM Koordinaten dokumentiert. Dieses Koordinatensystem hilft der Feuerwehr, Orte sehr genau zu beschreiben und später wiederzufinden. Als Orientierung dienten unter anderem die Waldbrandeinsatzkarten von HessenForst, die auf den Löschfahrzeugen mitgeführt werden.

Insgesamt konnten 14 Zugangspunkte erfasst und dokumentiert werden. Die Ergebnisse helfen dabei, die Ortskenntnis der Einsatzkräfte weiter zu verbessern und im Einsatzfall schneller die richtige Zufahrt zu finden.

Die Übung wurde zugleich als Ausbildungsangebot im Rahmen der Truppmann Teil 2 Ausbildung genutzt. Dabei ging es um Ortskunde, Kartenkunde, Koordinaten und sicheren Funkbetrieb. Außerdem konnte ein Digitalfunkkanal im Direktbetrieb praktisch getestet werden. Das bedeutet, dass die Funkgeräte direkt miteinander kommunizieren, ohne den Weg über das reguläre Funknetz.

Übungsleiter Volker Schwenzfeier zeigte sich im Anschluss zufrieden mit dem Verlauf. „Solche Übungen sind vielleicht weniger spektakulär als Feuer und Wasser, aber für den Einsatzalltag sehr wichtig. Im Ernstfall müssen wir wissen, wo wir hinfahren, wie wir uns verständigen und wie wir eine Lage sauber beschreiben können.“

Er dankte allen beteiligten Einsatzkräften für die konzentrierte Mitarbeit. Ein besonderer Dank ging außerdem an HessenForst für die gute Zusammenarbeit und die Möglichkeit, die Wege auch am Abend im Wald befahren zu können. „Gute Ortskenntnis, sichere Kommunikation und eine klare Orientierung helfen uns, schneller und gezielter zu arbeiten. Genau darum ging es heute“, so Schwenzfeier.

Weitere News

Nach den Waldbränden: 1300 Meter Schlauch gereinigt
Wald3.jpg

Nach den Waldbränden: 1300 Meter Schlauch gereinigt

04. Mai. 2026 Feuerwehrleben

Nach den beiden Waldbrandeinsätzen war die Arbeit für die Feuerwehr noch nicht beendet. Fahrzeuge, Geräte und Material mussten wieder einsatzbereit gemacht werden. Allein für die Reinigung der eingesetzten Schläuche waren me…

Benjamin Eifert absolviert erfolgreich den Maschinisten Lehrgang
Eifert.jpg

Benjamin Eifert absolviert erfolgreich den Maschinisten Lehrgang

25. Apr. 2026 Feuerwehrleben

Benjamin Eifert hat den Maschinisten Lehrgang in Grebenhain erfolgreich abgeschlossen. Der Lehrgang fand an drei Wochenenden statt und vermittelt wichtige Kenntnisse für den sicheren Umgang mit Feuerwehrfahrzeugen, Pumpen un…

E Auto im Einsatz: Feuerwehr Romrod trainiert für den Ernstfall
eautohomepage.jpg

E Auto im Einsatz: Feuerwehr Romrod trainiert für den Ernstfall

03. Apr. 2026 Veranstaltungsberichte Feuerwehrleben

Romrod. Beim monatlichen Übungsabend am Donnerstag, 2. April 2026, stand bei der Freiwilligen Feuerwehr Romrod ein Thema im Mittelpunkt, das im Straßenverkehr immer häufiger wird: Einsätze mit Elektrofahrzeugen. Weil immer m…